Energieerzeugung - GreenTech BW
Technology

Kleinwindanlagen

Dezentrale Windenergie vor Ort: Kleinwindanlagen erzeugen sauberen Strom, stärken Energie-Unabhängigkeit und ergänzen erneuerbare Systeme effizient.
Date:

Technology Check

Technology Readiness Level (TRL)

How ready is the technology?
1
2
3
4
5
6
7
8
9

Market Readiness

When will the technology be ready for the market?
Heute
2030
2035
2040

Étendue

In which scope according to the GHG Protocol does the technology operate?
1
2
3

Economic Efficiency

What is the ratio of financial investment to generated benefit?
€€
€€€

Potential reduction in environmental impact

How much can the negative environmental impact be reduced by using this technology compared to conventional methods?
Groß Mittel Klein

Definition und Wirk-/Funktionsprinzip

Kleinwindanlagen sind Windenergieanlagen, die die kinetische Energie des Windes nutzen, um über einen Generator Strom zu produzieren. Sie dienen der dezentralen Stromerzeugung, welcher direkt vor Ort verbraucht oder in Batteriesystemen gespeichert wird. Als Kleinwindenergieanlagen (KWEA) werden Anlagen bis zu einer Leistung von 100 kW bezeichnet. Die Montage erfolgt auf Masten in einer Höhe zwischen 10-30 m, eher selten auf Gebäuden aufgrund von Turbulenzen. Die wichtigsten Faktoren für einen hohen Ertrag sind der Standort mit einer konstanten mittleren Windgeschwindigkeit, die Nabenhöhe der Anlage und die Rotorfläche. Je höher diese Faktoren liegen, desto höher der Ertrag.


Bei der Bauart kann zwischen horizontalen und vertikalen Kleinwindanlagen unterschieden werden. Horizontale Kleinwindanlagen zeigen die höhere Effizienz, allerdings kommen Vertikal mit turbulenten Bedingungen besser zurecht.

SWOT analysis

What are the current strengths and weaknesses of the technology? What external developments (opportunities, risks) influence the technology?

Strengths

  • Kleine Windkraftanlagen sind aufgrund ihres Stromerzeugungsprofils prinzipiell eine gute Ergänzung zur Stromversorgung von Unternehmen oder Haushalten. Allerdings kommt es sehr auf den Standort an
  • Gute Ergänzung zu Photovoltaik
  • Geringe CO2-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus
  • Ideal für abgelegene, autarke Lagen in ländlichen Gebieten

Weaknesses

  • Sinkende mittlere Windgeschwindigkeiten von Küstenregionen ins Landesinnere; Baden-Württemberg ist damit kein idealer Windstandort
  • Bebauung, Vegetation und geographische Gegebenheiten (z. B. Hügel/Tal) reduzieren die Windgeschwindigkeit zusätzlich > Viele Kleinwindprojekte liefern in der Realität nicht genügend Energie
  • Der Markt für Kleinwindanlagen ist (bisher) überschaubar und es gibt wenige (erfolgreiche) Erfahrungsberichte aus der Praxis
  • Relativ niedrige Einspeisevergütung im Vergleich zu den Stromgestehungskosten
  • Genehmigungsverfahren uneinheitlich, häufig Windmessungen erforderlich
  • Geräuschemissionen in dicht bewohnten Gebieten sind nachteilig

Opportunities

  • Technologische Fortschritte bei den vertikalen Turbinentypen erhöhen die Stabilität gegenüber Turbulenzen
  • Nachfrage in abgelegenen Gebieten steigt und fördert die Kombination mit PV-Anlagen und hybriden Systemen
  • Förderung dezentraler Energieversorgung möglich

Threats

  • Große Abhängigkeit vom Windpotenzial des Standorts
  • Genehmigungsverfahren: Die Genehmigung von Kleinwindanlagen ist Ländersache. Je nach Standort können Genehmigungen für Windenergieanlagen über 10 m schwierig zu erhalten sein, insbesondere in städtischen oder dicht besiedelten Gebieten, aufgrund von Einschränkungen im Zusammenhang mit Schall, Sichtbarkeit oder Stadtbild. Die Genehmigungsprozesse können zeitaufwändig und komplex sein
  • Es können Vogel- oder Fledermausschutzgutachten notwendig werden
  • Konkurrenz durch vergleichsweise günstige PV, auch hinsichtlich Versicherung und Haftung

Erfolgsbeispiel

Beispiel für den Einsatz einer Kleinwindkraftanlage im Allgäu zur Erhöhung der Autarkie.
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