Materialien und Rohstoffe - grüne Technologien
Technology

Materialdatenbanken (LCA)

Materialdatenbanken liefern standardisierte Umweltinformationen zu Werkstoffen und ermöglichen fundierte Lebenszyklus- und Nachhaltigkeitsbewertungen.
Date:

Technology Check

Technology Readiness Level (TRL)

How ready is the technology?
1
2
3
4
5
6
7
8
9

Market Readiness

When will the technology be ready for the market?
Heute
2030
2035
2040

Scope

In which scope according to the GHG Protocol does the technology operate?
1
2
3

Economic Efficiency

What is the ratio of financial investment to generated benefit?
€€
€€€

Potential reduction in environmental impact

How much can the negative environmental impact be reduced by using this technology compared to conventional methods?
Groß Mittel Klein

Definition und Wirk-/Funktionsprinzip

Ökobilanzen (engl. Life Cycle Assessment, LCA) betrachten die Umweltwirkung eines Produktes quantitativ entlang des gesamten Lebenszyklus. Als Berechnungsgrundlage dient in vielen Fällen der Input von Datenbanken, welche in strukturierter Form Informationen zu Prozessdaten für Materialien, Halbzeuge und Produktionsverfahren zur Verfügung stellen. Auf dieser Basis können dann beispielsweise Energie- und Ressourcenverbräuche, CO2-Fußabdrücke oder auch andere Emissionsformen bestimmt werden. Durch diese Darstellung können fundierte Entscheidungen hinsichtlich Prozess-, Parameter- oder auch Materialalternativen getroffen werden.

SWOT analysis

What are the current strengths and weaknesses of the technology? What external developments (opportunities, risks) influence the technology?

Strengths

  • Breite Datenbasis für branchenübergreifende Prozesse und Materialien
  • Datengewinnung läuft standardisiert, so dass Informationen vergleichbar sind
  • Strategische Entscheidungen können auf einer Datenbasis gefällt werden
  • Hohe Akzeptanz in der Industrie, da beispielsweise Automotive und Maschinenbau LCA bereits einsetzen
  • Erfüllt Voraussetzung für rechtliche Anforderungen wie CSRD oder digitale Produktpässe

Weaknesses

  • Daten sind häufig Mittelwerte und können sich unternehmensabhängig unterscheiden
  • Ungenauigkeiten können zu Fehlentscheidungen führen
  • Datenbanken haben hohe Lizenz- und Wartungskosten
  • Kompetenz für LCA-Modellierung und Interpretation erforderlich
  • Kontinuierliche Aktualisierung der Daten erforderlich
  • Datenlücken führen zu Ungenauigkeit

Opportunities

  • Wachsende rechtliche Anforderungen wie CSRD oder EU-Taxonomie erleichtern flächendeckende Nutzung und führen zu kontinuierlicher Erweiterung der Datenbasis
  • Schnittstelle zu weiteren digitalen Systemen wie ERP, digitalen Produktpässen und PLM verstärken den Nutzen
  • Wachstum der Datenbasis durch hinzufügen realer Daten, wie Produktionsdaten
  • Optimierung von Produktentwicklung und - fertigung möglich
  • Unterstützung durch KI-Tools erleichtert den Einsatz

Threats

  • Steigendes Risiko bei falscher Interpretation der Ergebnisse
  • Abhängigkeit von Anbieter der Datenbank
  • Vergleichbarkeit der Datenbanken ist unzureichend, da die Nutzung mit hohen Lizenzgebühren verbunden ist
  • Datenlücken bei Neuentwicklungen besonders groß
  • Schneller technischer Fortschritt kann nur verzögert abgebildet werden

Erfolgsbeispiele

  • In Baden-Württemberg umgesetzt: Bosch nutzt Material- und Lebenszyklusdatenbanken zur Ökobilanz-Analyse in der Produktentwicklung, um Materialwahl und Umweltauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus transparenter und nachhaltiger zu gestalten.
    Zum Erfolgsbeispiel
  • BMW hat die Ökobilanzierung für den BMW i5 Touring veröffentlicht und zeigt hier ein gutes Beispiel mit Ableitung von Maßnahmen aufgrund der Datenbasis.
    Zum Erfolgsbeispiel

Technologieanbieter

Möglicher Technologieanbieter aus Baden-Württemberg: envima

Source