Materialien und Rohstoffe - grüne Technologien
Technologie

Additive Fertigung mit Topologieoptimierung

Additive Fertigung eröffnet neue Spielräume für ressourcenschonende Produktion, individuelle Bauteile und innovative Lösungen in der Industrie.
Stand:

Technologie-Check

Technologischer Reifegrad (TRL)

Wie reif ist die Technologie?
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Marktreife

Wann wird die Technologie marktreif sein?
Heute
2030
2035
2040

Anwendungsbereich

In welchem Geltungsbereich nach GHG Protocol wirkt die Technologie?
1
2
3

Wirtschaftlichkeit

Wie ist das Verhältnis von finanziellem Einsatz zum generierten Nutzen?
€€
€€€

Potenzielle Reduktion der Umweltauswirkungen

Wie stark lassen sich die negativen Umweltauswirkungen durch den Einsatz dieser Technologie im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren verringern?
Groß Mittel Klein

Definition und Wirk-/Funktionsprinzip

Bei der Auslegung von Produkten kann bereits eine Topologieoptimierung durchgeführt werden. Das heißt, es werden die Randbedingungen betrachtet wie wirkende Kräfte, Einspannungspunkte und Materialeigenschaften und anschließend ein Modell mit Hilfe von Simulationen modelliert, das nur so viel Material verwendet, dass die mechanischen Eigenschaften nicht eingeschränkt sind. Diese Optimierung ist besonders wertvoll, wenn das Produkt im Anschluss über additive Fertigungsverfahren aufgebaut wird, da diese eine enorme Designfreiheit ermöglichen. Dies führt sowohl zu Material- und Gewichtseinsparungen und erlaubt funktionsintegrierte Produkte. Typische Anwendungsbereiche sind die Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie, Maschinenbau und Medizintechnik.

Additive Fertigung mit Topologieoptimierung - Visuelle Darstellung
Additive Fertigung mit Topologieoptimierung - Visuelle Darstellung (Formlabs (2026). https://formlabs.com/de/blog/topologie-optimierung/?srsltid=AfmBOooaBdAI6vNYTiLDOCtDmBar5hXLtpxGgqPTkEoUUufXr_uxeNsV)

SWOT-Analyse

Welche aktuellen Stärken und Schwächen hat die Technologie? Welche externen Entwicklungen (Chancen, Risiken) beeinflussen die Technologie? Gibt es Normen und Vorgaben?

Stärken

  • Hohe Materialeffizienz erlaubt Materialeinsparungen bis zu 60 %
  • Einsatzmöglichkeiten im Bereich Leichtbau wird unterstützt durch bessere Wärmeverteilung, durch geringeren Materialeinsatz
  • Additive Fertigung erlaubt komplexe Geometrien und somit auch die Verbindung verschiedener Bauteilfunktionen innerhalb eines Bauteils
  • Vermeidung von Materialabfällen durch Einsatz rein additiver Fertigungsverfahren
  • Wirtschaftliche Herstellung individueller Produkte und kleiner Losgrößen

Schwächen

  • Produktionskosten steigen bei großen Stückzahlen, da kaum Skalierungseffekte auftreten
  • Know-how erforderlich für die korrekte Auslegung des Produktdesigns mit Unterstützung von Simulationssoftware
  • Häufig Nachbearbeitung der Bauteile erforderlich, um die Oberflächenqualität zu verbessern

Chancen

  • Leichtbau ist ein wachsendes Themenfeld mit Anwendungen in Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau und Mobilität
  • Additive Fertigung erlaubt die Vermeidung von Lagerhaltung und die Produktion von Produkten vor Ort ohne lange Lieferketten
  • Möglichkeit komplett neuer Produktdesigns
  • Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen kommerziellen Anbietern

Risiken

  • Je nach Verfahren können die Investitionskosten in die erforderliche Anlagentechnik relativ hoch sein
  • Konkurrenz durch Weiterentwicklung in konventionellen Verfahren und Materialien
  • Fachkräftemangel für die Durchführung von Topologieoptimierungen

Erfolgsbeispiele

  • In Baden-Württemberg umgesetzt: Im Fraunhofer-Projekt „AluTrace“ werden vernetzte Fertigungs- und Werkstoffdaten genutzt, um das Design additiv gefertigter Aluminium-Leichtbauteile zu optimieren. Durch die Verknüpfung von Prozess-, Material- und Bauteildaten können Bauteile gezielt topologieoptimiert und ressourceneffizient konstruiert werden – ein wichtiger Schritt für leistungsfähige und materialeffiziente Komponenten in der additiven Fertigung. 
    Zum Erfolgsbeispiel
  • Das Erfolgsbeispiel zeigt die Technologieanwendung an einem Steuerblock. Dies kann zu Gewichtseinsparungen von 75 %, Volumeneinsparungen von 25 % und Strömungsoptimierungen führen, sodass trotz aller Einsparungen weitere Funktionsoptimierungen durchgeführt werden können.
    Zum Erfolgsbeispiel

Technologieanbieter

Mögliche Technologieanbieter aus Baden-Württemberg: Lightbau Engineering GmbH & Co. KG, INTES GmbH Stuttgart

Quelle