Strommast in der Natur, symbolisiert Energieeffizienz für Unternehmen im GreenTech Bereich
Technologie

Building Information Modeling (BIM)

Digitale Planung über den gesamten Gebäudelebenszyklus: Effizienz steigern, Ressourcen schonen und Bauprojekte nachhaltiger realisieren.
Stand:

Technologie-Check

Technologischer Reifegrad (TRL)

Wie reif ist die Technologie?
1
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9

Marktreife

Wann wird die Technologie marktreif sein?
Heute
2030
2035
2040

Anwendungsbereich

In welchem Geltungsbereich nach GHG Protocol wirkt die Technologie?
1
2
3

Wirtschaftlichkeit

Wie ist das Verhältnis von finanziellem Einsatz zum generierten Nutzen?
€€
€€€

Potenzielle Reduktion der Umweltauswirkungen

Wie stark lassen sich die negativen Umweltauswirkungen durch den Einsatz dieser Technologie im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren verringern?
Groß Mittel Klein

Definition und Wirk-/Funktionsprinzip

Das Building Information Modeling, kurz BIM, ist eine Art Digitaler Zwilling von Gebäuden. Dieses wird für die Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Bauwerken eingesetzt. Die Basis bildet ein dreidimensionales, datenbasiertes Gebäudemodell, das alle Informationen über den Lebenszyklus des Gebäudes beinhaltet. Bereits während der Gebäudeplanung haben alle Gewerke Zugriff auf das gemeinsame Modell. Das 3D-Modell kann auch den zeitlichen Ablauf des Baus und späteren Rückbaus abbilden, die Kosten, das Facility Management (auch unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Energiemanagementaspekten) sowie eingesetzte Materialien und technische Spezifikationen.

 
Ziel ist es, Planungsfehler, Nacharbeiten und Kostensteigerungen während der Bauphase zu vermeiden und eine transparente Dokumentation zu gewährleisten, die bis zum Gebäuderückbau währt.

Building Information Modeling (BIM) - Visualisierung
Building Information Modelling Visualisierung (WSP. (o. D.). https://www.wsp.com/de-de/leistungen/building-information-modelling-bim)

SWOT-Analyse

Welche aktuellen Stärken und Schwächen hat die Technologie? Welche externen Entwicklungen (Chancen, Risiken) beeinflussen die Technologie? Gibt es Normen und Vorgaben?

Stärken

  • Hohe Transparenz und Datenqualität gewährleistet eine Vermeidung von Fehlern in der Bauphase, die mit kostenintensiven Behebungsmaßnahmen verbunden sein können
  • Orientiert sich über den gesamten Lebenszyklus und hat Nutzen bis zum Gebäuderückbau
  • Verbessert die Nachhaltigkeitsbewertung der Gebäude, da frühzeitig über alle Phasen geplant wird
  • Steigert die Effizienz im gesamten Betrieb

Schwächen

  • Implementierungsaufwand ist relativ groß, da viele Gewerke involviert sind
  • Know-how für korrekte Datenpflege erforderlich und somit häufig mit Schulungsaufwand verbunden
  • Kompatibilität zwischen verschiedenen Softwarelösungen nicht immer gegeben
  • Abhängigkeit von der eingepflegten Datenqualität und -aktualität

Chancen

  • Ein bedeutender Schritt in der Digitalisierung der Bauwirtschaft
  • Möglichkeit zur Integration von KI-Modellen
  • Ermöglicht nachhaltigkeitsoptimierte Bauplanung
  • Regulatorische Anforderungen schreiben Nutzung von BIM teilweise vor

Risiken

  • Akzeptanz bei den verschiedenen Gewerken eingeschränkt
  • Datenschutz- und IT-Sicherheit können komplex sein 
  • Hohe Anfangsinvestitionen schrecken ab
  • Keine Standards etabliert und Schnittstellen oft unklar

Erfolgsbeispiele

  • In Baden-Württemberg umgesetzt: Der Neubau des Flugfeldklinikums Böblingen-Sindelfingen setzt mit konsequentem BIM-Einsatz neue Maßstäbe im Klinikbau. 
    Zum Erfolgsbeispiel
  • Das Beispiel eines Berliner Bürohochhauses beleuchtet den Einsatz von BIM für Bürogebäude. 
    Zum Erfolgsbeispiel

Technologieanbieter

Mögliche Technologieanbieter aus Baden-Württemberg: plaNtec BIM Dienstleistungen, POOLARSERVER GmbH, Hemminger Ingenieurbüro GmbH & Co. KG
 

Quelle