Materialien und Rohstoffe - grüne Technologien
Technologie

Digitaler Schatten

Echtzeit‑Datenabbild realer Systeme schafft Transparenz über Produktion, Energie‑ und Materialflüsse und legt Grundlage für Nachhaltigkeitsgewinne.
Stand:

Technologie-Check

Technologischer Reifegrad (TRL)

Wie reif ist die Technologie?
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9

Marktreife

Wann wird die Technologie marktreif sein?
Heute
2030
2035
2040

Anwendungsbereich

In welchem Geltungsbereich nach GHG Protocol wirkt die Technologie?
1
2
3

Wirtschaftlichkeit

Wie ist das Verhältnis von finanziellem Einsatz zum generierten Nutzen?
€€
€€€

Potenzielle Reduktion der Umweltauswirkungen

Wie stark lassen sich die negativen Umweltauswirkungen durch den Einsatz dieser Technologie im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren verringern?
Groß Mittel Klein

Definition und Wirk-/Funktionsprinzip

Der digitale Schatten ist die digitale Abbildung von realen Prozessen, Maschinen-, Produkt- und Nutzungsdaten. Im Gegensatz zum digitalen Zwilling wird er jedoch nicht für Prognosen oder eine eigenständige Entscheidung genutzt. Als Datenquellen werden Sensoren, Maschinensteuerungen, Logistiksysteme aber auch Wartungsdaten vom physischen System in das digitale System überführt. 

Die Daten werden in Echtzeit erfasst und bieten somit die Möglichkeit für Zustandsüberwachung, Predictiv Maintenance, Überwachung von Energieverbräuchen und Produktionsabläufen. Eine Rückkopplung zum physischen System gibt es nicht. Der digitale Schatten kann jedoch als Ausgangspunkt für den digitalen Zwilling genutzt werden.

SWOT-Analyse

Welche aktuellen Stärken und Schwächen hat die Technologie? Welche externen Entwicklungen (Chancen, Risiken) beeinflussen die Technologie? Gibt es Normen und Vorgaben?

Stärken

  • Relativ geringe Investitions- und Betriebskosten, wenn Datenquellen vorhanden sind
  • Schnelle Integration auch in Bestandssysteme
  • Hohe Transparenz über verschiedene Aspekte der Produktionstätigkeiten, wie Energie- und Materialverbräuche
  • Ausgangsbasis für Industrie 4.0, KI-Modelle und digitalen Zwilling
  • Hoher technologischer Reifegrad

Schwächen

  • Erstellung von Prognosen, Simulationen oder Entscheidungshilfen ist nicht Teil der Technologie
  • Anschluss von Datenanalyse ist erforderlich, um größeren Nutzen zu erzeugen
  • Abhängigkeit von der Datenqualität erzeugt zusätzlichen Aufwand
  • Cybersecurity ist eine große Herausforderung

Chancen

  • Erhöhung des Nutzens durch Erweiterung zum digitalen Zwilling, KI-Auswertungen oder Predictive Maintenance
  • Gute Grundlage für Erfüllung regulatorischer Anforderungen, wie CSRD, digitaler Produktpass, Ökobilanzen
  • Ausgangspunkt für Energie- und Ressourceneffizienz bei konsequenter Nutzung
  • Als Einstieg für Digitalisierungstechnologien gut geeignet

Risiken

  • Aufarbeitung der Daten ist zwingend erforderlich, um Nutzen aus der Technologie zu ziehen
  • Qualität der Daten hat großen Einfluss auf den Nutzen
  • Regulatorische Aspekte zur Qualität der Daten und Datensicherheit verschärfen sich zunehmend
  • Abhängigkeit von Anbietern ist gegeben
  • Datenstrukturen müssen Kontext widerspiegeln, da sonst Fehlinterpretationen vorkommen können

Erfolgsbeispiele

  • In Baden-Württemberg umgesetzt: Festo richtet sein Engineering strategisch auf digitale und hybride Automatisierung aus, um pneumatische Systeme energieeffizienter, flexibler und zukunftsfähiger zu gestalten.
    Zum Erfolgsbeispiel
  • In dem Artikel wurden zwei Unternehmen, die Robert Bosch GmbH und Diehl Controls mit dem Preis der "Fabrik des Jahres" ausgezeichnet, da sie ihre Unternehmen durch Einführung des digitalen Schattens weiterentwickelt haben.
    Zum Erfolgsbeispiel

Quelle