Energieerzeugung - GreenTech BW
Technologie

Feststoffbatterien

Feststoffbatterien bieten hohe Sicherheit, Energiedichte und Lebensdauer – für Elektromobilität, stationäre Netze und grüne Energiesysteme.
Stand:

Technologie-Check

Technologischer Reifegrad (TRL)

Wie reif ist die Technologie?
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Marktreife

Wann wird die Technologie marktreif sein?
Heute
2030
2035
2040

Anwendungsbereich

In welchem Geltungsbereich nach GHG Protocol wirkt die Technologie?
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3

Wirtschaftlichkeit

Wie ist das Verhältnis von finanziellem Einsatz zum generierten Nutzen?
€€
€€€

Potenzielle Reduktion der Umweltauswirkungen

Wie stark lassen sich die negativen Umweltauswirkungen durch den Einsatz dieser Technologie im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren verringern?
Groß Mittel Klein

Definition und Wirk-/Funktionsprinzip

Feststoffbatterien oder auch Festkörperbatterien zählen zu den elektrochemischen Energiespeichern. Sie sind eine Weiterentwicklung von Lithium-Ionen-Batterien. Dabei wir der Flüssigelektrolyt gegen einen Feststoff wie Keramik, Polymer oder ein Materialgemisch ausgetauscht. Der Aufbau besteht aus einer Anode, meist lithiumhaltig, einer Kathode, ein Übergangsmetalloxid, dem festen Elektrolyten und einem Stromableiter aus Aluminium oder Kupfer. Der feste Elektrolyt dient dabei sowohl als Ionenleiter, als auch als Separator. Der feste Elektrolyt gewährleistet eine höhere Energiedichte und somit auch eine höhere Effizienz im Vergleich zu konventionellen Batterien.

Feststoffbatterien - Schaubild
Feststoffbatterien - Schaubild (Flash Battery (2022). https://www.flashbattery.tech/de/blog/festkoerperbatterien-wie-sie-funktionieren/)

SWOT-Analyse

Welche aktuellen Stärken und Schwächen hat die Technologie? Welche externen Entwicklungen (Chancen, Risiken) beeinflussen die Technologie? Gibt es Normen und Vorgaben?

Stärken

  • Festkörperbatterien weisen eine höhere Energiedichte auf als konventionelle Batterien
  • Feste Elektrolyte sind nicht brennbar, sodass die Batterien einem höheren Sicherheitsstandard entsprechen
  • Der feste Elektrolyt unterbindet gewisse Nebenreaktionen oder auch die Bildung von Dendriten, wodurch die Batterien eine längere Lebensdauer haben
  • Die Einsatztemperaturen des festen Elektrolyten sind höher als die der Flüssigelektrolyte
  • Allgemein gilt ein geringerer Sicherheits- und Kühlaufwand auf Systemebene

Schwächen

  • Die Herstellungskosten liegen aktuell deutlich über den konventionellen Batterien, da energieintensive Prozesse beteiligt sind und die Ausbeuten im Moment noch gering sind
  • Im Vergleich zu Flüssigelektrolyten entstehen bei festen Elektrolyten größere Übergangswiderstände zur Elektrode, da die Grenzfläche schlechter ausgebildet ist
  • Keramische Elektrolyse haben eine geringe mechanische Belastbarkeit, polymere Elektrolyte dagegen eine geringere Energiedichte
  • Festkörperbatterien befinden sich aktuell noch in der Entwicklung, die Skalierung für Großserien und industrielle Anwendungen muss erst noch erfolgen

Chancen

  • Elektromobilität ist ein Treiber für die Weiterentwicklung und Skalierung von Festkörperbatterien
  • Steigende Sicherheitsanforderungen unterstützen ebenfalls die Verbreitung von Festkörperbatterien
  • Festkörperbatterien sind ressourceneffizienter durch die eingesetzten Materialien
  • Die neuen Eigenschaften der Festkörperbatterien wie größere Einsatztemperaturen oder mechanische Flexibilität führen zum Einsatz in neuen Anwendungsfeldern

Risiken

  • Die Entwicklung und Skalierung hat noch ein paar technische Hürden, die vor einer flächendeckenden Verbreitung gelöst werden müssen
  • Konkurrenz zu alternativen Batterietechnologien, die sich ebenfalls weiterentwickeln, wie Lithium-Ionen oder Natrium-Ionen Batterien
  • Aktuell geht ein hohes Risiko mit dem Einstieg in diese Technologie einher, da die Marktdurchdringung noch nicht so groß ist
  • Die Herstellung ist mit hohem Energieeinsatz verbunden, Ökobilanz ist im Moment noch nicht eindeutig für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung 

Erfolgsbeispiele

  • In Baden-Württemberg umgesetzt: Mercedes‑Benz integriert Feststoff‑Batterietechnologie im Elektro‑Gelenkbus eCitaro G, wodurch höhere Energiedichte, geringeres Brandrisiko und längere Lebensdauer gegenüber herkömmlichen Batterien realisiert werden.
    Zum Erfolgsbeispiel
  • In Baden-Württemberg umgesetzt: Mercedes‑Benz testet in einem Prototyp‑EQS mit Festkörperbatterie neue Feststoffbatterietechnologien auf öffentlichen Straßen, um höhere Energiedichte, mehr Reichweite und Verbesserungen bei Sicherheit und Effizienz für künftige Elektrofahrzeuge zu erforschen.
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  • Festkörperbatterien sind noch nicht vollständig am Markt etabliert. Es gibt jedoch einzelne Anwendungen, wo sie bereits eingesetzt werden. Allerdings gibt es noch viel Entwicklungsbedarf, beispielsweise bei den Anodenkonzepten oder der Skalierbarkeit.
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Technologieanbieter

Mögliche Technologieanbieter aus Baden-Württemberg: Dr. Fritsch GmbH & Co. KG, VARTA AG

Quelle