H₂ready - Heiz- und Dampfkessel
Zukunftssichere Wärmeerzeuger, die heute effizient Wärme liefern und morgen auf klimafreundlichen Wasserstoffbetrieb umgestellt werden können.
Stand:
Technologie-Check
Definition und Wirk-/Funktionsprinzip
H2ready Heiz- und Dampfkessel sind thermische Energieerzeuger, die normalerweise durch die Verbrennung von Erdgas Wärme erzeugen. Bei den neueren Modellen gibt es Weiterentwicklungen, die als Brennmedium auch Wasserstoff ermöglichen. Hier ist teilweise Materialwechsel, eine angepasste Steuerung und auch andere Sensorik erforderlich, um eine hohe Effizienz zu erreichen. Die Heiz- und Dampfkessel können sowohl mit einem Gemisch aus Wasserstoff und Erdgas arbeiten, aber perspektivisch auch auf 100 % Wasserstoff umgerüstet werden, wodurch dann die CO2-Emission auf 0 reduziert werden können.
Kombination Wärmepumpe und H2-ready-Gasheizung - Schaubild (baupal GmbH (2025). https://www.enter.de/blog/h2-ready-gasheizung)
SWOT-Analyse
Welche aktuellen Stärken und Schwächen hat die Technologie? Welche externen Entwicklungen (Chancen, Risiken) beeinflussen die Technologie? Gibt es Normen und Vorgaben?
Stärken
- Umrüstung der Heizkessel sichert die Zukunftsperspektive der Technologie
- Aufrüstung von Bestandssystemen ist möglich und Wärmeinfrastruktur kann weiter genutzt werden
- Auch für industrielle Wärmeerzeugung geeignet durch die hohe Energiedichte
- Technologie erlaubt den sukzessiven Übergang von Erdgas zu Wasserstoff durch den Einsatz von Brennmaterialgemischen
- Geringes technisches Risiko
Schwächen
- Wirtschaftlichkeit abhängig von dem Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur und den Wasserstoffpreisen
- Höhere Investitionskosten gegenüber konventionellen Systemen
- Höherer Sicherheitsaufwand durch Einsatz von Wasserstoff
Chancen
- Wirtschaftlichkeit wird durch steigende Erdgaspreise und CO2-Preise begünstigt
- Zunehmender Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur mit ersten großen Pilotprojekten
- Mögliche Nutzung auch für industrielle Hochtemperaturprozesse
- Absicherung gegenüber zukünftigen regulatorischen Anforderungen
- Möglichkeit zur Kombination mit eigener Elektrolyse und Einsatz von grünem Wasserstoff
Risiken
- Verzögerungen beim Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur
- Risiko bei der Preisentwicklung von Wasserstoff
- Konkurrenz durch alternative Technologien, wie Wärmepumpen, Biomasse oder elektrische Heizungen
- Unklarheit über zukünftige regulatorische Anforderungen bringen Investitionen zum Stocken, da Durchsetzbarkeit der Technologie unklar scheint
Erfolgsbeispiele
- In Baden-Württemberg umgesetzt: EnBW nimmt ein H2-ready-Gaskraftwerk in Stuttgart-Münster in Betrieb, das perspektivisch auch mit CO2-armem Wasserstoff betrieben werden kann und so zur klimafreundlicheren Wärme- und Stromversorgung beiträgt.
Zum Erfolgsbeispiel - Der TÜV-Süd hat Richtlinien für die Zertifizierung für die H2-Readiness von Kraftwerken und deren Komponenten entwickelt. In diesem Beispiel hat er die Freigabe für einen belgischen Energiekonzern erteilt.
Zum Erfolgsbeispiel
Technologieanbieter
Mögliche Technologieanbieter aus Baden-Württemberg: Bosch, ELCO GmbH