Materialien und Rohstoffe - grüne Technologien
Technologie

Industrielle Symbiose

Industrielle Symbiose vernetzt Unternehmen zum Austausch von Ressourcen – für mehr Effizienz, weniger Abfall und eine starke Kreislaufwirtschaft.
Stand:

Technologie-Check

Technologischer Reifegrad (TRL)

Wie reif ist die Technologie?
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9

Marktreife

Wann wird die Technologie marktreif sein?
Heute
2030
2035
2040

Anwendungsbereich

In welchem Geltungsbereich nach GHG Protocol wirkt die Technologie?
1
2
3

Wirtschaftlichkeit

Wie ist das Verhältnis von finanziellem Einsatz zum generierten Nutzen?
€€
€€€

Potenzielle Reduktion der Umweltauswirkungen

Wie stark lassen sich die negativen Umweltauswirkungen durch den Einsatz dieser Technologie im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren verringern?
Groß Mittel Klein

Definition und Wirk-/Funktionsprinzip

Bei industrieller Symbiose handelt es sich um ein Prinzip der Kreislaufwirtschaft, bei dem Unternehmen ihre nicht genutzten Ressourcen an andere Unternehmen weiterreichen. Die Unternehmen können dabei in verschiedenen Branchen tätig sein, sodass sich unerwartete Symbiosen ergeben. Beispielsweise kann die Abwärme des einen Unternehmens als Prozess bei einem zweiten Unternehmen eingesetzt werden. Bei den Ressourcen kann es sich beispielsweise um Nebenprodukte, Abfälle, Energie, Wasser oder auch Infrastruktur handeln.

SWOT-Analyse

Welche aktuellen Stärken und Schwächen hat die Technologie? Welche externen Entwicklungen (Chancen, Risiken) beeinflussen die Technologie? Gibt es Normen und Vorgaben?

Stärken

  • Sowohl hohe Ressourcen- als auch Energieeffizienz
  • Reduktion von CO2-Emissionen und Abfall
  • Kostenersparnis durch Verwendung von Nebenprodukten
  • Erhöhung von Resilienz und Wertschöpfung

Schwächen

  • Teilweise hoher Abstimmungsaufwand
  • Stabilität von Stoff- und Energieströmen nicht immer gegeben
  • Anfangsinvestitionen zur Etablierung von Infrastruktur und Logistik
  • Rechtliche und vertragliche Rahmenbedingungen müssen geklärt sein
  • Skalierbarkeit für beide Seiten begrenzt

Chancen

  • Etablierung einer Kreislaufwirtschaft
  • Unterstützung durch Förderlandschaft möglich
  • Digitalisierung und Automatisierung können Attraktivität steigern
  • Entwicklung neuer Geschäftsmodelle möglich
  • Wirtschaftlichkeit steigt mit zunehmenden Rohstoffpreisen

Risiken

  • Änderungen bei der Produktion können die Lieferstabilität, -qualität  oder auch -quantität beeinflussen
  • Regulatorische Unsicherheiten
  • Häufig fehlende Kooperationsbereitschaft
  • Wirtschaftliche Abhängigkeit zwischen beiden Unternehmen

Erfolgsbeispiele

  • In Baden-Württemberg umgesetzt: Die Next2Sun GmbH verbindet in Donaueschingen Landwirtschaft und Photovoltaik auf derselben Fläche und schafft so eine industrielle Symbiose zwischen Energieerzeugung und Ackerbau.
    Zum Erfolgsbeispiel
  • Projekt zur Unterstützung von Unternehmen zum Ressourcenaustausch.
    Zum Erfolgsbeispiel

Quelle