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Technologie

Plasmatechnologie zur stofflichen Abfallverwertung

Plasmatechnologie ermöglicht präzise stoffliche Umwandlungen und Materialbehandlungen – effizient, emissionsarm und vielseitig einsetzbar.
Stand:

Technologie-Check

Technologischer Reifegrad (TRL)

Wie reif ist die Technologie?
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Marktreife

Wann wird die Technologie marktreif sein?
Heute
2030
2035
2040

Anwendungsbereich

In welchem Geltungsbereich nach GHG Protocol wirkt die Technologie?
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3

Wirtschaftlichkeit

Wie ist das Verhältnis von finanziellem Einsatz zum generierten Nutzen?
€€
€€€

Potenzielle Reduktion der Umweltauswirkungen

Wie stark lassen sich die negativen Umweltauswirkungen durch den Einsatz dieser Technologie im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren verringern?
Groß Mittel Klein

Definition und Wirk-/Funktionsprinzip

Für die Abfallverwertung durch Plasmatechnologie wird zunächst in einem Reaktor ein Plasma erzeugt. Dazu wird Luft, Argon oder Stickstoff ionisiert und damit eine Temperatur von 3.000-10.000°C erzeugt. Das Plasma spaltet dann den Abfall auf molekularer Ebene in seine Bestandteile. Organische Abfälle werden in Kohlenmonoxid und Wasserstoff, sogenanntes Synthesegas, zerlegt. Mineralische Abfälle durchlaufen einen Verglasungsprozess und bleiben als verglaste Schlacke zurück. Das Synthesegas kann wiederum als Rohstoff für die chemische Industrie genutzt werden und fossile Rohstoffe ersetzen. Die verglaste Schlacke kann als Baumaterial genutzt werden. Die Technologie erlaubt es auch gefährliche bzw. kritische Abfälle auf diese Weise aufzuarbeiten.

Plasma Arc Recycling
Plasma Arc Recycling - Visuelle Darstellung (Woodford, Chris. (2012/2023). https://www.explainthatstuff.com/plasma-arc-recycling.html)

SWOT-Analyse

Welche aktuellen Stärken und Schwächen hat die Technologie? Welche externen Entwicklungen (Chancen, Risiken) beeinflussen die Technologie? Gibt es Normen und Vorgaben?

Stärken

  • Die erreichten hohen Temperaturen führen zur Zerstörung von Schadstoffen
  • Gute Alternative zur Lagerung gefährlicher Abfälle, die eine negative Umweltauswirkung haben
  • Lagerung von Abfällen kann bis zu 90% reduziert werden
  • Das erzeugte Synthesegas kann als Rohstoff eingesetzt werden, bspw. zur Methanol- oder Wasserstoffproduktion

Schwächen

  • Die Investitionskosten für den Reaktor zur Plasmaerzeugung sind relativ hoch
  • Der Energiebedarf für die Plasmaerzeugung ist ebenfalls sehr hoch und beeinflusst die Wirtschaftlichkeit in Abhängigkeit des Strompreises
  • Aktuell gibt es Demonstrationsanlagen, aber noch keine flächendeckende Verbreitung was sich auf die Kosten auswirkt

Chancen

  • Regulatorische Anforderungen an Deponien und Kreislaufwirtschaft unterstützen die Etablierung neuer Technologien
  • Erzeugung neuer Rohstoffe aus Abfällen fördert die Kreislaufwirtschaft und ersetzt teilweise fossile Rohstoffe
  • Gute Option für die Entsorgung von Schad- und Gefahrstoffen

Risiken

  • Konkurrenz durch etablierte kostengünstigere Verfahren
  • Wirtschaftlichkeit hängt stark von den Stromkosten und der Verwertung des Synthesegases ab
  • Qualität der Produkte variiert durch schwankende Abfallzusammensetzung
  • Akzeptanzprobleme gegenüber thermischer Abfallverwertung

Erfolgsbeispiele

  • In Baden-Württemberg umgesetzt: Das Start-up Cyclize nutzt Plasmatechnologie, um Kunststoffabfälle und CO₂ in wertvolles Synthesegas umzuwandeln und so stoffliches Recycling neu zu denken.
    Zum Erfolgsbeispiel
  • In dem Beispiel wird ein Projekt dargestellt, dass die Plasmatechnologie zur Aufarbeitung von Verbundwerkostoffen aus Windrädern, Funkantennengehäusen oder Autokomponenten untersucht. Diese Materialien stellen aktuell ein sehr großes Problem für die Abfallindustrie dar.
    Zum Erfolgsbeispiel

Technologieanbieter

Möglicher Technologieanbieter aus Baden-Württemberg: plasma technology GmbH

Technologieanbieter

Quelle