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Technologie

Polyurethane

CO₂-basierte Polyole machen PU-Schäume, Klebstoffe & Beschichtungen defossiler – kompatibel mit bestehenden Rezepturen, sofort nutzbar.
Stand:

Technologie-Check

Technologischer Reifegrad (TRL)

Wie reif ist die Technologie?
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Marktreife

Wann wird die Technologie marktreif sein?
Heute
2030
2035
2040

Anwendungsbereich

In welchem Geltungsbereich nach GHG Protocol wirkt die Technologie?
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2
3

Wirtschaftlichkeit

Wie ist das Verhältnis von finanziellem Einsatz zum generierten Nutzen?
€€
€€€

Definition und Wirk-/Funktionsprinzip

Polyurethane (PU) werden durch Reaktion von Polyolen und Isocyanaten hergestellt.
Im Kontext von CCU bezieht sich die Technologie auf die Nutzung von CO2-basierten Polyolen, die in verschiedenen PU-Produkten eingesetzt werden können.

CO2-basierte Polycarbonat-Polyole können für Polyurethane eingesetzt werden.

PU-Anwendungen umfassen:

  • Schäume (Möbel, Matratzen, Putze, Dichtstoffe)
  • Elastomere
  • Lacke, Klebstoffe, Dichtstoffe

CO2-basierte Polyole stammen meist aus Polycarbonatsynthese.

Damit ist die PU-Herstellung kein eigener CO2-Umwandlungsprozess, sondern ein Weiterverarbeitungsprozess, der CO2-basierte Rohstoffe nutzt.

SWOT-Analyse

Welche aktuellen Stärken und Schwächen hat die Technologie? Welche externen Entwicklungen (Chancen, Risiken) beeinflussen die Technologie? Gibt es Normen und Vorgaben?

Stärken

  • Hoher TRL (9) und sofort einsetzbar
  • Große Produktvielfalt: Schäume, elastomere Bauteile, Coatings, Klebstoffe
  • Hoher Marktwert von Polyurethanprodukten
  • Kompatibel mit bestehenden industriellen Prozessen (PU-Rezepturen können angepasst werden)
  • Nutzung von CO2-basierten Polyolen reduziert fossile Rohstoffbasis

Schwächen

  • CO2-Anteil im Polyol begrenzt (typisch 10–20 %)
  • Einsatz CO2-basierter Polyole kann teurer sein als konventionelle Polyole
  • PU-Produkte sind oft nicht kreislauffähig → Entsorgung schwierig
  • Isocyanate (MDI, TDI) bleiben weiterhin fossil und toxikologisch relevant

Chancen

  • Wachsende Nachfrage nach nachhaltigen Kunststoffen
  • Politischer Druck zur Defossilisierung der Kunststoffindustrie
  • Einsatz in Kreislaufwirtschaftskonzepten, insbesondere im Bau- und Möbelsektor
  • Eröffnung neuer Märkte: elastomere Dichtstoffe, Beschichtungen, flexible und harte Schäume

Risiken

  • Konkurrenz durch biobasierte Polyole und rezyklatebasierte Rohstoffe
  • Schwankende Preise für CO2-basierte Polyole
  • Regulatorischer Druck auf Isocyanate kann Industrie belasten
  • Abfallwirtschaft und Recycling von PU weiterhin ungelöst

Erfolgsbeispiel

Covestro – cardyon® Polyurethane (Dormagen, NRW)

Covestro hat bis 2023 CO2-basierte Polyurethanprodukte aus CO2-basierten Polyolen gefertigt. 

Quelle