Energieerzeugung - GreenTech BW
Technologie

Power-to-heat

Power-to-Heat wandelt erneuerbaren Strom effizient in Wärme um und macht überschüssige Energie flexibel für Industrie, Netze und Quartiere nutzbar.
Stand:

Technologie-Check

Technologischer Reifegrad (TRL)

Wie reif ist die Technologie?
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9

Marktreife

Wann wird die Technologie marktreif sein?
Heute
2030
2035
2040

Anwendungsbereich

In welchem Geltungsbereich nach GHG Protocol wirkt die Technologie?
1
2
3

Wirtschaftlichkeit

Wie ist das Verhältnis von finanziellem Einsatz zum generierten Nutzen?
€€
€€€

Potenzielle Reduktion der Umweltauswirkungen

Wie stark lassen sich die negativen Umweltauswirkungen durch den Einsatz dieser Technologie im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren verringern?
Groß Mittel Klein

Definition und Wirk-/Funktionsprinzip

Bei Power-to-Heat (PtH) handelt es sich um die Umwandlung von Strom in Wärme. Dies erfolgt üblicherweise mittels Elektrodenheizkessel, Heizstäben oder auch elektrischen Wärmpumpen. Die erzeugte Wärme wird in der Regel für Anwendungen mit niedrigem bis mittlerem Temperaturniveau eingesetzt, wie z.B. Heizung oder Prozesswärme. Die Technologie kann nur dann als nachhaltig betrachtet werden, wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen stammt und beispielsweise überschüssiger Strom genutzt wird.

Power-to-heat - Schaubild
Power-to-heat - Schaubild (enercity AG (2023). https://www.enercity.de/magazin/unsere-welt/funktionsweise-power-to-heat)

SWOT-Analyse

Welche aktuellen Stärken und Schwächen hat die Technologie? Welche externen Entwicklungen (Chancen, Risiken) beeinflussen die Technologie? Gibt es Normen und Vorgaben?

Stärken

  • Gute Möglichkeit zur Sektorkopplung von Strom- und Wärmesektor
  • Etablierte Technologie mit sehr hohem Wirkungsgrad
  • Hohe Flexibilität der Technologie, besonders in Kombination mit Wärmespeichern, ermöglicht Verwendung von Überschussstrom aus erneuerbaren Energien und erhöht somit die Wirtschaftlichkeit
  • Investitionskosten sind im Vergleich zu anderen Technologien gering

Schwächen

  • Wirtschaftlichkeit hängt stark von dem Strompreis und dem Lastprofil ab
  • Nachhaltigkeit der Technologie ist abhängig von der Generierung des verwendeten Strommixes
  • Eignung für Anwendungen im Hochtemperaturbereich ist eher gering
  • Eine Rückverstromung der Wärme ist nicht möglich

Chancen

  • Umrüstung des Wärmesektors auf elektrischen Betrieb nimmt zu
  • Ausbau der erneuerbaren Energien steigert die Nachhaltigkeit der PtH und führt zu einer Ausbreitung der Technologie
  • Lastspitzen des Stromnetzes können so abgefangen werden und zu günstigen Konditionen führen
  • Kombination dynamischer Stromtarife mit KI-Modellen kann die Wirtschaftlichkeit weiter steigern

Risiken

  • Kontinuierlich steigende Strompreise schränken die Wirtschaftlichkeit ein
  • Unsicherheit bei regulatorischen Anforderungen
  • Konkurrenz durch alternative Technologien wie Solarthermie oder Biomasse
  • Preispolitik der Netzbetreiber kann Umsetzung einschränken

Erfolgsbeispiele

  • In Baden-Württemberg umgesetzt: Klöpper-Therm liefert eine Power-to-Heat-Anlage für die Stadtwerke Tübingen, die überschüssigen Strom in Wärme umwandelt und so die Netzstabilität sowie die Fernwärmeversorgung effizient unterstützt.
    Zum Erfolgsbeispiel
  • Dieses Erfolgsbeispiel in Leipzig arbeitet mit der Abnahme von Stromspitzen und schafft es so, bis zu 5 % der fossilen Erzeugung von Wärme einzusparen.
    Zum Erfolgsbeispiel

Technologieanbieter

Mögliche Technologieanbieter aus Baden-Württemberg: NESS Wärmetechnik GmbH, EVO Deutschland GmbH

Technologieanbieter

Quelle