ReUse-Beton (RC-Beton mit CO₂-Karbonatisierung)
Beton wiederverwenden und gleichzeitig CO₂ binden: Recyclingbeton und CO₂-Carbonatisierung machen Bauprozesse ressourcenschonender.
Stand:
Technologie-Check
Definition und Wirk-/Funktionsprinzip
Bei ReUse-Beton handelt es sich um Beton der aus Abbruch Material gewonnen wird. Der Bauschutt wird aufbereitet, zerkleinert und in Fraktionen unterteilt. Die sogenannte Körnung wird dann mit CO2 behandelt. Dieses dringt in die Struktur des Betons ein und reagiert mit Calciumhydroxid zu Calciumcarbonat, die sogenannte Karbonatisierung. Dies führt zu einer Verdichtung und Verfestigung des Materials. Diese Körnung (RC-Gesteinskörnung) kann dann für neue Betonmischungen anstelle der natürlichen Gesteinskörnung eingesetzt werden.
ReUse-Beton - Schaubild (CEMEX (2026). https://www.cemex.de/produkte/beton/r-beton)
SWOT-Analyse
Welche aktuellen Stärken und Schwächen hat die Technologie? Welche externen Entwicklungen (Chancen, Risiken) beeinflussen die Technologie? Gibt es Normen und Vorgaben?
Stärken
- Aktive Bindung von CO2 und Speicherung
- Reduzierung des Primärrohstoffs (Gesteinskörnung)
- Teil der Kreislaufwirtschaft in der Baubranche
- Änderung der Materialeigenschaften kann vorteilhaft für bestimmte Anwendungen sein
Schwächen
- Die Materialqualität kann schwanken bzw. muss durch kontinuierliche Kontrollen überwacht werden
- Bei der Karbonatisierung handelt es sich um zusätzliche Prozessschritte, die die gesamte Komplexität erhöhen
- Zusätzliche Prozessschritte sind mit Investitionen verbunden
- Rechtliche Rahmenbedingungen sind anspruchsvoller als bei Primärbeton und erfordert eine enge Güteüberwachung zur Sicherstellung der Qualität
Chancen
- Nachfrage nach nachhaltigem Beton/Baumaterial nimmt kontinuierlich zu
- Kombination mit Carbon-Capture-Nutzungskonzepten steigert das Potenzial
- Teil von Urban-Mining durch Verwendung von Bauschutt als Rohstoff
- Möglicherweise regulatorische Vorteile durch CO2-Zertifikate oder ähnliche Anerkennungen
Risiken
- Wirtschaftliche Abhängigkeit von Regulierungen und zukünftigem Umgang mit CO2-Bepreisung
- Akzeptanz im Bauwesen setzt sich nur zögerlich durch
- Regionale Nutzung von Bauschutt zu bevorzugen, da lange Transportwege die Wirtschaftlichkeit schmälern