Smarte Sortieranlagen
Technologie-Check
Definition und Wirk-/Funktionsprinzip
Smarte Sortieranlagen werden typischerweise in der Abfallaufbereitung eingesetzt. Besonders bei Wertstoffsortiersystemen ist es wichtig, eine gute Trennung verschiedener Materialien zu erreichen, um den Wert der Rohstoffe auch nach der Aufbereitung zu erhalten. Moderne Sortieranlagen nutzen Mittel der Digitalisierung und sind mit diversen Sensoren wie NIR-Spektrometer, Kameras mit hyperspektralen Abbildungen oder auch Röntgenkameras ausgestattet. In Kombination mit KI-gesteuerter Datenverarbeitung und Bildanalyse erlaubt das eine sehr schnelle Bewertung der verschiedenen Abfallkomponenten. Eine Trennung der Abfälle kann dann durch pneumatische Düsen, Klappen oder auch Roboterarme erfolgen. Dies erlaubt eine sehr effiziente Sortierung von Abfällen und kann sowohl für die Kunststoffsortierung als auch für die Sortierung von Elektronik-, Batterie- oder Bau- und Abbruchabfällen eingesetzt werden.
SWOT-Analyse
Stärken
- Technologie hat eine hohe Effizienz und Genauigkeit, die sich positiv auf die Qualität der Rezyklate und die Recyclingquoten auswirkt
- Automatisierung erlaubt höheren Durchsatz und Unabhängigkeit von Personalmangel
- Skalierbarkeit für weitere Materialien ist gegeben
- Prozessoptimierungen auf Basis von Echtzeitdaten können mit KI-Modellen wie Machine Learning durchgeführt werden
Schwächen
- Digitalisierung von Sortieranlagen ist mit hohen Investkosten verbunden und lohnt sich häufig nur bei Wertstoffen
- Nachrüsten von Bestandsanlagen kann komplex werden
- Betriebs- und Wartungskosten höher als bei konventionellen Sortieranlagen
- Nutzen ist abhängig von der Datenqualität und den richtigen KI-Modellen
Chancen
- Regulatorische Anforderungen an Recyclingquoten steigen kontinuierlich und unterstützen die Verbreitung der Technologie
- Gesammelte Daten bilden die Grundlage für den digitalen Produktpass und können bei der Verwendung der Rezyklate berücksichtigt werden
- Kontinuierliche Erweiterung in neue Branchen und Anwendungen durch erweiterbare KI-Modelle
Risiken
- Abfallzusammensetzung kann die Sortierleistung beeinflussen
- Rohstoffpreise von Neuwaren können die Wirtschaftlichkeit des Recyclings negativ beeinflussen
- Komplexität und Kosten stellen ein Hemmnis für viele Betreiber von Recyclinganlagen dar
Erfolgsbeispiele
- In Baden-Württemberg umgesetzt: Müllsortieranlage mit Künstlicher Intelligenz bei der Firma Korn Recycling GmbH in Albstadt.
Zum Erfolgsbeispiel - Saubermacher arbeitet gemeinsam mit Forschungspartnern aus Industrie und Wissenschaft an der Entwicklung eines automatisierten und KI-gestützten Sortiersystems für Alttextilien. Das Beispiel aus Österreich zeigt, wie die smarte Sortierung auf weitere Branchen übertragen werden soll. Dies ist aufgrund der biegeschlaffen Beschaffenheit in der Handhabung eine besondere Herausforderung.
Zum Erfolgsbeispiel
Technologieanbieter