Energieerzeugung - GreenTech BW
Technologie

Stationäre Druckspeicher für H₂

Stationäre H₂-Druckspeicher sichern Wasserstoff zuverlässig und flexibel – für stabile Energiesysteme, Netzdienlichkeit und nachhaltige Nutzung.
Stand:

Technologie-Check

Technologischer Reifegrad (TRL)

Wie reif ist die Technologie?
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9

Marktreife

Wann wird die Technologie marktreif sein?
Heute
2030
2035
2040

Anwendungsbereich

In welchem Geltungsbereich nach GHG Protocol wirkt die Technologie?
1
2
3

Wirtschaftlichkeit

Wie ist das Verhältnis von finanziellem Einsatz zum generierten Nutzen?
€€
€€€

Potenzielle Reduktion der Umweltauswirkungen

Wie stark lassen sich die negativen Umweltauswirkungen durch den Einsatz dieser Technologie im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren verringern?
Groß Mittel Klein

Definition und Wirk-/Funktionsprinzip

Bei stationären Druckspeichern für Wasserstoff handelt es sich um Behälter zur Speicherung von gasförmigem Wasserstoff unter hohem Druck. Der Druck geht dabei bis zu 500 bar, in Ausnahmefällen bis zu 1000 bar. Es gibt 4 verschiedene Bauarten: reine Metallbehälter, Metallbehälter mit partieller Faserumwicklung, Metallbehälter mit vollständiger Faserverbundumwicklung und Kunststoffbehälter mit Faserverbundumwicklung. In der Regel sind die Druckbehälter mit einer Druckregelung, Überwachungssensorik, Sicherheitsventilen und Explosionsschutz versehen. 

Hochdrucktank Schaubild
Hochdrucktank - Schaubild (Hexagon)

SWOT-Analyse

Welche aktuellen Stärken und Schwächen hat die Technologie? Welche externen Entwicklungen (Chancen, Risiken) beeinflussen die Technologie? Gibt es Normen und Vorgaben?

Stärken

  • Etablierte Technologie mit geringem Risiko dank bewährter Sicherheitstechnik
  • Bei Bedarf skalierbar durch Erweiterung einzelner Module
  • Keine CO2-Emission während des Betriebs
  • Entfall von Verflüssigungsenergie im Vergleich zur Speicherung von flüssigem Wasserstoff
  • Wirkungsgrad von über 95 % mit hoher Lebensdauer der Behälter

Schwächen

  • Geringe Energiedichte bezogen auf 1 l gasförmigem Wasserstoff
  • Investitionskosten für die Anschaffung relativ hoch, zusätzlich getrieben durch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen
  • Nur sinnvoll, wenn vorgeschaltete und nachgeschaltete Infrastruktur vorhanden

Chancen

  • Beschleunigt den Ausbau von Elektrolysekapazitäten, auch dezentral
  • Teil der Wasserstoffinfrastruktur
  • Ermöglicht die zeitliche Entkopplung der Wasserstoffherstellung und des -verbrauchs, z.B. bei Wasserstofftankstellen
  • Kombinierbar mit erneuerbaren Energien zur Herstellung des grünen Wasserstoffs erhöht Nachhaltigkeit

Risiken

  • Konkurrenz durch teils günstigere, alternative Speicher, wie Flüssig-Wasserstoff-Speicher
  • Hohe regulatorische Anforderungen an die gesamte Infrastruktur und Sicherheitsmaßnahmen
  • Materialengpässe wie Carbonfasern für Faserverbundumwicklung führt zu Verzögerungen

Erfolgsbeispiele

  • In Baden-Württemberg umgesetzt: Im Projekt mit Beteiligung des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik IWM entwickeln Partner innovative H2-Hochdruck-Druckspeicher, die Wasserstoff bei bis zu 1000 bar sicher und effizient speichern – ein Baustein für die Wasserstoff-Infrastruktur der Zukunft.
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  • Es wird gerade ein neues Projekt in Bayern gestartet, bei dem ein Wasserstoff-Technologie-Anwenderzentrum gefördert wird. Ziel ist es hier die gesamte Wasserstoffinfrastruktur weiter zu verbreiten. Teil des Projektes ist auch ein Prüfstand für Wasserstoffdruckspeicher, sodass diese schneller in den Einsatz kommen und alle Sicherheitsanforderungen erfüllen.
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Quelle