Strommast in der Natur, symbolisiert Energieeffizienz für Unternehmen im GreenTech Bereich
Technologie

Umwelt- und Energiemanagementsystem

Ganzheitliche Umwelt‑ und Energiemanagementsysteme optimieren Energie‑ und Umweltleistung, senken Verbrauch, Kosten und Emissionen.
Stand:

Technologie-Check

Technologischer Reifegrad (TRL)

Wie reif ist die Technologie?
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Marktreife

Wann wird die Technologie marktreif sein?
Heute
2030
2035
2040

Anwendungsbereich

In welchem Geltungsbereich nach GHG Protocol wirkt die Technologie?
1
2
3

Wirtschaftlichkeit

Wie ist das Verhältnis von finanziellem Einsatz zum generierten Nutzen?
€€
€€€

Potenzielle Reduktion der Umweltauswirkungen

Wie stark lassen sich die negativen Umweltauswirkungen durch den Einsatz dieser Technologie im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren verringern?
Groß Mittel Klein

Definition und Wirk-/Funktionsprinzip

Umwelt- und Energiemanagementsysteme (UMS/EnMS) dienen der systematischen Erfassung von Umweltwirkung und Energieverbrauch von Unternehmen. Dazu zählt die datenbasierte Erfassung, die Bewertung anhand von Kennzahlen, die Ableitung von Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung und die entsprechende Dokumentation der Verbesserung. Bei Umsetzung in Zusammenhang mit ISO 14001, ISO 50001 oder EMAS gehören dann auch Audit und Management-Reviews zu dem Prozess. Ziel ist es die eigenen Umweltwirkungen und Energieverbräuche zu durch entsprechende Maßnahmen zu Senken ohne dabei den wirtschaftlichen Betrieb negativ zu beeinflussen.

SWOT-Analyse

Welche aktuellen Stärken und Schwächen hat die Technologie? Welche externen Entwicklungen (Chancen, Risiken) beeinflussen die Technologie? Gibt es Normen und Vorgaben?

Stärken

  • Sehr hohe Wirtschaftlichkeit durch die Umsetzung der Einsparpotenziale
  • Etablierte Technologie am Markt mit Auswahl an entsprechender Software
  • Nutzung führt zu kontinuierlicher Verbesserung
  • Generierung von Daten und deren Bewertung führt zu hoher Transparenz und schafft Klarheit über die Nutzung von Energie oder die Umweltwirkung des eigenen Handelns
  • Basis für regulatorische Anforderungen wie CSRD und Energieaudits
  • Sehr risikoarm

Schwächen

  • Initialaufwand zur Etablierung der Systeme ist je nach Organisation groß
  • Abhängigkeit von Datenqualität
  • Die Systeme selbst bringen noch keine Einsparungen, erst durch konsequente Umsetzung entsprechender Maßnahmen können Einsparungen erzielt werden
  • Geschultes Personal erforderlich, z.B. in Form von Energiemanager

Chancen

  • Nutzen der Energieeinsparpotenziale wird durch steigende Energiepreise noch gesteigert
  • Regulatorische Anforderungen nehmen zu und fördern die Einführung von UMS/EnMS
  • Datenerfassung durch Integration von Messtechnik wird ausgebaut und bietet auch die Grundlage für weitere Technologie wie digitaler Zwilling
  • Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz durch nachweisbare Nachhaltigkeitsstrategien
  • Unterstützung durch KI-Tools kann Nutzen erhöhen

Risiken

  • Bei fehlender Einbindung der Mitarbeiter kann es zu Akzeptanzproblemen kommen
  • Um eine reale Wirkung zu erzielen, muss auch die Umsetzung der Maßnahmen im Alltag erfolgen
  • Unterstützung durch die gesamte Belegschaft, sowohl Führungskraft als auch Mitarbeiter erforderlich
  • Fachkräftemangel für UMS/EnMS und steigende Komplexität erschweren die Umsetzung häufig

Erfolgsbeispiel

  • In Baden-Württemberg umgesetzt: Das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) ist nach EMAS sowie internationalen Umwelt‑ und Energiemanagement‑Standards zertifiziert und verbessert damit kontinuierlich seine Energieeffizienz und Nachhaltigkeitsleistung.
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  • Die Lufthansa hat für das Unternehmen und diverse Tochtergesellschaften ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt und arbeitet an der Etablierung eines Umweltmanagements.
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Technologieanbieter

Quelle