Informationen

Wir realisieren seit fast 30 Jahren mit großer Leidenschaft energieeffiziente Gebäude und klimaneutrale Quartiere. Das Portfolio unseres Ingenieurbüros reicht von der Energie- und Gebäudesimulation über die Planung von Gebäudetechnik und Bauphysik bis hin zur Bauüberwachung und Betriebsoptimierung. Mit unseren fachübergreifenden Teams erarbeiten wir innovative und wirtschaftliche Lösungen für unsere Kunden und beraten zur Nachhaltigkeit und Zertifizierung.

Hierbei entwickeln wir ganzheitliche Energiekonzepte im Planungsteam bereits ganz am Anfang eines Projektes. Dabei stehen die Anforderungen des Bauherrn und des Nutzers im Mittelpunkt. Dies gilt für ein einzelnes Gebäude als auch ein Quartier oder eine Stadt. Dabei berücksichtigen wir die klimatischen Verhältnisse am Standort sowie das Zusammenspiel aus Gebäudehülle und Anlagentechnik. Unsere Konzepte sind zielorientiert auf Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Nutzerkomfort und Wirtschaftlichkeit ausgerichtet.

EGS-plan GmbH - Ingenieure aus Leidenschaft

Leistungsangebot

Bauphysik

  • Wärmeschutz und Energiebilanzierung
  • Schallschutz
  • Raumakustik
  • Baukonstruktive Beratung
  • Bauphysikalische Messungen
  • Nachhaltigkeitszertifizierung
  • Bestandsanalyse und Sanierungsbedarf
  • Simulationen

Energiekonzeption

  • Energie- und Technikkonzepte für Realisierungs-Wettbewerbe
  • Energiekonzepte für Wohn- und Nichtwohngebäude (Neubau und Sanierung)
  • Energiekonzepte für Quartiere, Städte und Regionen
  • Kommunale Wärmeplanung
  • Simulationen
  • Primärenergetische Bewertung von Fernwärmesystemen
  • Begleitung und Durchführung von Contracting-Maßnahmen

Energy Services

  • Contracting- und Betreiberausschreibungen
  • Markterkundungen
  • Vergabemanagement
  • Machbarkeits- und Potentialstudien
  • Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50.001
  • Konzeption von Energiesparmaßnahmen – §§ 8, 9 EnEfG
  • Gremienarbeit zu erneuerbaren Energien
  • Fernwärme- und Nahwärmeberatung
  • Kosten- bzw. Emissionsaufteilung gem. CO₂KostAufG

Gebäude Performance

  • Gebäude-Energiekonzepte
  • Simulationen
  • Zertifizierungen
  • Technisches Monitoring

HLSK-GA

  • Wohngebäude und Nichtwohngebäude
  • Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen
  • Wärmeversorgungsanlagen
  • Raumlufttechnische Anlagen
  • Nutzungsspezifische Anlagen
  • Übergeordnete MSR-Gebäudeautomation
  • Qualitätsmanagement und Objektüberwachung
  • BIM – Building Information Modeling
  • Wasserstoffproduktion

Elektrotechnik

  • Wohngebäude und Nichtwohngebäude
  • Starkstromanlagen
  • Photovoltaikanlagen
  • Batteriespeicher
  • Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge
  • Fernmelde- und informationstechnische Anlagen

Referenzprojekte

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim/Foto: Schmucker und Partner

Das Nationaltheater Mannheim ist das größte Theater der Metropolregion Rhein-Neckar und eines der bedeutendsten Vierspartenhäuser Deutschlands. Das heutige Gebäude stammt aus den 1950er-Jahren, steht unter Denkmalschutz und wird seit 2022 umfassend saniert und technisch erneuert. Nach einer intensiven Planungsphase, die bereits 2016 begann, entsteht ein zukunftsfähiges Theater, das sowohl den hohen künstlerischen Ansprüchen als auch den technischen und energetischen Herausforderungen eines modernen Kulturbetriebs gerecht wird. Die Fertigstellung der Baumaßnahmen ist realistisch für 2028 vorgesehen, das Projektvolumen liegt inzwischen bei rund 330 Millionen Euro.

EGS-plan ist bei diesem komplexen Großprojekt seit Projektbeginn für die bauphysikalische Planung, die vollständige Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung sowie für zentrale Nachweis- und Qualitätsprozesse verantwortlich. Die Ertüchtigung der Gebäudehülle erfolgt unter den strengen Vorgaben des Denkmalschutzes, während räumliche, energetische und akustische Optimierungen gleichzeitig die Funktionsfähigkeit des Theaters auf ein zeitgemäßes Niveau heben. Besonders herausfordernd ist die Planung der Lüftungstechnik, da das Gebäude mit seinen vielfältigen Nutzungen insgesamt 43 Lüftungsanlagen erfordert. Auch die gesamte Elektro- und Bühnentechnik wird umfassend modernisiert und an heutige betriebliche Anforderungen angepasst. Die Anbindung an die bestehende Fernwärme bleibt erhalten und wird effizient in das neue Energiekonzept integriert.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Neuplanung des Orchesterprobensaals, der aufgrund unzureichender akustischer Bedingungen vollständig neu konzipiert wurde. Der Saal wurde rund sechs Meter tiefer in den Bestand eingegriffen, um ein deutlich größeres Raumvolumen zu schaffen und die bisher extrem hohen Lautstärken zu reduzieren. Die neue elementierte Bauweise ermöglicht es, Oberflächen mit unterschiedlichen Absorptionsgraden gezielt anzuordnen, während geneigte und gewölbte Flächen für optimierte Reflexionen und Streuungen sorgen. Ergänzend erlaubt eine flexible Raumakustik mit variablen Vorhängen die Anpassung an verschiedene Ensemblegrößen. Damit erfüllt der Saal die heutigen arbeits- und raumakustischen Anforderungen und bietet gleichzeitig eine Galerie, über die Probenbetrieb beobachtbar und erlebbar wird.

Neben der Fachplanung übernimmt EGS-plan auch Schadstoffuntersuchungen, bauphysikalische Qualitätskontrollen sowie Blower-Door-Messungen. Die enge Verzahnung aus Bauphysik, HLSK- und Elektrotechnik sowie die besondere Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Rahmenbedingungen machen das Projekt zu einem der anspruchsvollsten Kulturbausanie­rungen der letzten Jahre.

Landtag Baden-Württemberg

Landtag BW/Foto: Studio Tümmers

Der Landtag von Baden-Württemberg wurde 1961 erbaut und liegt mitten im Herzen der Landeshauptstadt Stuttgart. Zwischen 2013 bis 2016 wurde das Gebäude generalsaniert und erweitert. Als Dienstleister des technischen Monitorings (TMon) in der Betriebs- und Nutzungsphase wurde EGS-plan im Frühjahr 2016 beauftragt. Ziel war es, die Gebäudeenergiebilanz auszuwerten, den laufenden Betrieb der technischen Anlagen zu bewerten und energetisch zu verbessern. Gleichzeitig sollte der Innenraumkomfort analysiert und eingehalten werden. Das technische Monitoring wurde vom Land Baden-Württemberg als Instrument zur Qualitätssicherung eingesetzt.

Ganz im Sinne der in 2020 veröffentlichten AMEV-Empfehlung „Technisches Monitoring“ und der VDI 6041:2017-07 „Facility-Management - Technisches Monitoring von Gebäuden und gebäudetechnischen Anlagen“ wurden dabei alle Bereiche des Behaglichkeits-, Anlagen-, und Energiemonitoring einbezogen.

"Das Technische Monitoring zur Qualitätssicherung soll entscheidend dazu beitragen, die Voraussetzungen für einen energieeffizienten, funktions- und bedarfsgerechten Betrieb des Gebäudes und - nach dessen Fertigstellung - des Anbaus „Bürger- und Medienzentrum“ zu schaffen.“ - Vermögen und Bau im Referenzschreiben für EGS-plan.

Vier Jahre lang überwachte und verbesserte EGS-plan den Betrieb der Gebäudetechnik des Landtags von Baden-Württemberg nach dessen Generalsanierung im Jahr 2016. Das Ergebnis: Der jährliche Endenergieverbrauch sank um satte 22 %. Dies bedeutet eine hohe fünfstellige Energiekostensenkung und CO2-Emissionensreduktionen pro Jahr.

Stadtquartier Dietenbach

Stadtquartier Dietenbach/Foto: Architekten Latz + Partner

Bis zum Jahr 2050 strebt die Stadt Freiburg die vollständige Klimaneutralität an. Mit der Entwicklung des neuen Stadtquartiers ist die einmalige Chance gegeben eine nachhaltige und klimaneutrale Stadtentwicklung bereits von Beginn an in der Konzeption und Planung vorzunehmen. Im Vorfeld der Auslobung eines städtebaulichen Wettbewerbs wurden daher die Anforderungen an ein Energiekonzept entwickelt. Das neue Stadtquartier ist durch einen zentralen Bereich gekennzeichnet, in dem sich eine Mischnutzung aus Geschosswohnungsbau und Gewerbe befindet.

Dietenbach soll ein klimaneutraler und bunter Stadtteil mit kurzen Wegen, Freiflächen, Schulen, Sportangeboten, Kitas und Einkaufsmöglichkeiten werden. Es dominieren offene Blockrandstrukturen mit vier Geschossen, in Teilbereichen wie dem Zentrum sind auch höhere Gebäude vorgesehen.

Im ersten Schritt erfolgte eine Analyse der Bestandssituation mit einer Energiebedarfsermittlung für die Bereiche Wärme, Kälte, Nutzerstrom und Mobilität. Für die Wohngebäude gilt der Freiburger Effizienzhaus Standard 55.

Im Rahmen der Potenzialanalyse wurden in der zweiten Phase die lokale Energieinfrastruktur untersucht und als erneuerbare Potenziale vor Ort vor allem die Solarenergie, Abwasserwärme, Erdwärme und Fernwärme identifiziert. Auf die jeweiligen Bebauungsstrukturen hin optimiert wurden 3 Energieversorgungsvarianten u.a. mit warmem bzw. kaltem Nahwärmenetz entwickelt. Enthaltene Komponenten und Technologien sind Kraft-Wärme-Kopplung, Holzhackschnitzel, Wärmepumpen, Photovoltaik und Batteriespeicher, Solarthermie und Langzeitwärmespeicher. Als Bewertungsgrößen wurden neben CO2 Emissionen auch der Eigenversorgungs- und Eigennutzungsgrad bestimmt. Die Ergebnisse münden in Empfehlungen zu den rahmengebenden Grundlagen für den städtebaulichen Wettbewerb.

Center Parcs Allgäu

Center Parcs/Foto: Center Parcs

Südöstlich von Leutkirch im Allgäu entstand auf dem 184 ha großen Gelände eines ehemaligen Munitionsdepots ein neuer Ferienpark von Center Parcs. Mittelpunkt des neu angelegten Ferienparks bildet das Zentralgebäude mit dem subtropischen Badeparadies Aqua Mundo sowie einem SPA & Country Club, vielfältigen Unterhaltungsangeboten und Restaurants. Weitläufig über das Gelände verteilt beherbergen 1.000 Ferienhäuser die Feriengäste.

In einem mehrstufigen Prozess entwickelte EGS-plan zusammen mit dem Investorenteam ein Versorgungskonzept, das sowohl ökologische als auch ökonomische Ziele erreicht. Die Wärmeversorgung der Anlage erfolgt über eine Heizzentrale mit einem BHKW mit 2 MWel und drei 5 MW Spitzenlastkessel. Das Zentralgebäude und die Ferienhäuser werden über ein 30 km langes Nahwärmnetz mit Wärme versorgt. Die Wärmelieferung samt Planung der Energiezentrale ab LP 4, sowie Finanzierung, Umsetzung, Energiebeschaffung und Betrieb von Energiezentrale, Wärmenetz und 1.000 Übergabestationen wurden im Rahmen einer Contractingausschreibung ausgeschrieben und an einen externen Dienstleister vergeben.

Im Ergebnis konnte erstmals in einem Center Parcs ein Wärmenetz umgesetzt werden. Mit Hilfe dieses konzerninternen Pilotprojekts können Erkenntnisse für weitere klimadienliche und –freundliche und zugleich ökonomische Wärmenetze in Ferienparks erlangt und fortgeschrieben werden. Mit Hilfe der Contractingausschreibung gelang es der Auftraggeberin Investitionen und weitere Aufgaben jenseits ihrer Kerngeschäfts auszulagern und in die Hände von professionellen Dienstleisterinnen zu legen. Durch dieses Projekt profitiert der Park von signifikanten CO2-Vermeidungen mittels hocheffizienter Wärmebereitstellung, sowie einer hohen Versorgungssicherheit und –garantie durch geringste Fehlersuche- und Entstörzeiten.

Aktiv Stadthaus Speicherstraße

Aktiv Stadthaus Speicherstraße/Foto: HHS Planer + Architekten AG, Constantin Meyer Photograf

Das 150m lange und nur knapp 9m tiefe Grundstück entlang der Speicherstraße ließ naturgemäß keinen kompakten und damit energetisch günstigen Baukörper zu, sondern nur einen extrem lang gestreckten. Dennoch wurde der EffizienzhausPLUS-Standard erreicht. Diesen erfüllt ein Haus dann, wenn es mehr Energie auf dem Grundstück erzeugt, als die Bewohner verbrauchen.

Auf acht Geschossen sind insgesamt 74 Wohnungen realisiert worden sowie im Erdgeschoss zwei Läden und eine Carsharing-Station. Konstruktiv ist das Haus ein Schottenbau mit tragenden Wänden und Geschossdecken aus Stahlbeton. Die Straßenfassade ist durch helle massive Brüstungsbänder und eine leichte Faltung gegliedert, die rückwärtige Hoffassade ist vorwiegend geschlossen mit einzelnen Balkonen. Die Fassade selbst besteht aus vorgefertigten Elementen in Holzrahmenbauweise. Hofseitig sind hinterlüftete Faserzementplatten montiert und straßenseitig zwischen den langen Brüstungsbändern abwechselnd Fenster und Photovoltaik-Elemente. Das Aktiv-Stadthaus weist end- und primärenergetisch einen Energieüberschuss auf. Durch hohen baulichen Wärmeschutz in Kombination mit sehr effizienten Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung liegt der Heizwärmebedarf bei etwa 18 kWh/m²a.

Das Aktiv-Stadthaus ist ein „Nur-Strom“-Gebäude. Die Wärme für Heizung und Trinkwarmwasser wird über die Nutzung von Abwasserwärme über eine elektrische Wärmepumpe bereitgestellt. Die Wärmeverteilung erfolgt über einen Heizkreislauf im Niedrigtemperaturbereich für die Fußbodenheizung und einen weiteren Heizkreislauf mit ca. 55°C im Vorlauf für Warmwasser. Der gesamte Strom für Heizung, Lüftung, Beleuchtung und Nutzerstrom wird regenerativ über eine in Dach und Fassade integrierte PV-Anlage mit Hochleistungsmodulen erzeugt. Ein detailliertes Monitoring, Stromlastmanagement mit vernetzten Haushaltsgeräten und das Carsharing sind ebenfalls Bestandteil des Gebäudeenergiekonzeptes. Die Wohnungen werden mit einem Freikontingent für Wärme und Strom vermietet und sind mit besonders sparsamen Haushaltsgeräten und einem digitalen Nutzerinterface ausgestattet.

Auszeichnungen:

Intersolar AWARD 2015, Solarprojekt Europa

Europäischer Solarpreis 2015, Kategorie „Solare Architektur und Stadtentwicklung

Märkte

Deutschland

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