Materialien und Rohstoffe - grüne Technologien
Technologie

Hohlkörperblasanlage mit Dreifach-Extrusion

Innovatives 3‑Extruder‑Blasverfahren kombiniert Neumaterial und Rezyklat für effiziente Herstellung nachhaltiger Kunststoff‑Hohlkörper.
Stand:

Technologie-Check

Technologischer Reifegrad (TRL)

Wie reif ist die Technologie?
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9

Marktreife

Wann wird die Technologie marktreif sein?
Heute
2030
2035
2040

Anwendungsbereich

In welchem Geltungsbereich nach GHG Protocol wirkt die Technologie?
1
2
3

Wirtschaftlichkeit

Wie ist das Verhältnis von finanziellem Einsatz zum generierten Nutzen?
€€
€€€

Potenzielle Reduktion der Umweltauswirkungen

Wie stark lassen sich die negativen Umweltauswirkungen durch den Einsatz dieser Technologie im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren verringern?
Groß Mittel Klein

Definition und Wirk-/Funktionsprinzip

Bei einer Hohlkörperblasanlage mit 3-fach Extrusion handelt es sich um ein spezielles Verfahren, dass die Herstellung von Hohlkörpern aus Kunststoff ermöglicht und dabei recycelte Materialien einsetzt. Voraussetzung dafür ist die Kombination von 3 Extrudern, die unterschiedliche Materialien verarbeiten können. Die zwei äußeren Extruder verarbeiten neues Material und der mittlere recyceltes Material. Auf diese Weise kann ein Körper erzeugt werden, der an den Außenseiten Neumaterial hat und im Kern ein Rezyklat. Für die Erzeugung von Hohlkörper wird zunächst ein Formling erstellt, der anschließend durch Blasformen seine Struktur erhält. Genutzt werden kann das Verfahren beispielswiese zur Herstellung von Flaschen oder Kanistern.

SWOT-Analyse

Welche aktuellen Stärken und Schwächen hat die Technologie? Welche externen Entwicklungen (Chancen, Risiken) beeinflussen die Technologie? Gibt es Normen und Vorgaben?

Stärken

  • Einsatz von Rezyklaten bei Originaloberflächen möglich
  • Rezyklatanteil kann je nach Geometrie relativ hoch sein
  • Reduktion des CO2-Fußabdrucks
  • Gute Skalierbarkeit für Serienfertigung
  • Erfüllung von rechtlichen Anforderungen möglich

Schwächen

  • Investitions-, Betriebs- und Wartungskosten höher als bei konventionellen Anlagen
  • Komplexität der Anlage erhöht Fehleranfälligkeit und Wartungsaufwand
  • Prozessstabilität geht mit Qualität des Rezyklats einher
  • Rezyklierung des Produktes kann bei Materialmischungen unmöglich sein

Chancen

  • Rechtliche Forderungen nach Rezyklatquote unterstützen die Einführung von technologischen Lösungen, auch wenn der Aufwand größer ist
  • Etablierung neuer Geschäftsmodelle wird möglich
  • Wettbewerbsvorteil durch nachhaltigere Produkte
  • Gegebenenfalls Nutzung öffentlicher Förderprogramme möglich

Risiken

  • Stabilität der Rezyklatqualität ist noch nicht so gut, dass das diese ohne Prozessanpassungen für große Serien genutzt werden können
  • Recyclingfähigkeit der erzeugten Produkte ist zum Teil eingeschränkt und verhindert die Etablierung am Markt
  • Akzeptanz bei kritischen Anwendung wie Medizintechnik oder Lebensmittelkompatibilität ist gering
  • Stetige Anpassungen bei regulatorischen Materialvorgaben führen zu Verunsicherungen

Erfolgsbeispiel

  • Bekum setzt diese Technologie für die Verpackungsindustrie ein. Hier können sogar bis zu 7 Schichten erzeugt werden, um bestimmte Materialeigenschaften einstellen zu können.
    Zum Erfolgsbeispiel

Technologieanbieter

Möglicher Technologieanbieter aus Baden-Württemberg:  Coperion GmbH
 

Quelle